Führungen durch die Kunstausstellung

Bis einschließlich 16. September bieten wir jeden Samstag um 13 Uhr und jeden Sonntag um 16 Uhr geführte Rundgänge durch die Kunstausstellung „Wunsiedler Wasserspiele“ an.

Gerne bieten wir auch Führungen nach Bedarf an – Tel.: 0177 77 47 824

Eintritt frei – Spenden willkommen!

Wassertropfenorchester von Albrecht Fersch im ehemaligen Bahnhof (Foto: Stefan Frank)

 

Impressionen von der Eröffnung der Wunsiedler Wasserspiele

Vielen Dank an Flo Miedl für die tollen Bilder!

 

DIE KÜNSTLER | Anne Nissen, Hannover

Anne Nissen

Anne Nissen, 1966 in Flensburg geboren, studiert freie Kunst in Stuttgart und Hannover. Darüber hinaus erhält sie mehrere internationale Studienstipendien und belegt sie internationale Meisterkurse. Anne Nissen lebt und arbeitet in Hannover.

Anne Nissens Schaffen beginnt mit plastischen und grafischen Arbeiten, surreale Bleistiftzeichnungen und groteske Plastiken und Installationen sind ihre ersten Werke. Seit zwei Jahrzehnten beschäftigt sie sich intensiv mit der Videotechnik. Es entstehen große Videoinstallationen sowie mono- und polychrome Videoprints, die sich mit Lebensphasen von Menschen auseinandersetzen: Metamorphose und Transformation – die Erlebnisse und Erinnerungen zwischen Geburt und Sterben.

DIE KÜNSTLER | Lukáš Lerch, Ostrov nad Ohři

Lukáš Lerch

 

Lukáš Lerch wurde 1987 geboren und wuchs in der Umbruchzeit zwischen zwei Systemen auf, was sein künstlerisches Schaffen prägt. Er absolviert ein Studium in Psychologie und Kunsterziehung an der Westböhmischen Universität in Pilsen. Lukáš Lerch lebt und arbeitet als Kunsterzieher für verschiedene Altersstufen in Ostrov nad Ohři.

 

 

Für die „Wasserspiele“ hat der Künstler ein Installationskonzept entworfen, welches die umliegenden Teiche Wunsiedels mit einbezieht.

Es wird eine unnatürliche Barriere im Blickfeld des Betrachters geschaffen, die diesen gleichermaßen einnimmt. Die zyklische Verschachtelung wiederholt sich über Reflektionen. Wasser und Materialität erzeugen ein Spannungsfeld. Der Betrachter wird genauso aktiv in das Kunstwerk einbezogen wie die umgebende Landschaft.

DIE KÜNSTLER | Rainer Fest, Leipzig

Rainer Fest

 

Rainer Fest, geboren 1953, studiert von 1975 bis 1981 an der Kunstgewerbeschule Jurva in Finnland. Weitere künstlerische Ausbildungen durchläuft er in Deutschland und Spanien. Seit 1986 sind seine Skulpturen in internationalen Ausstellungen zu sehen und gehören zu öffentlichen und privaten Sammlungen. Zahlreiche seiner Werke sind im öffentlichen Raum zu erleben. Sein künstlerisches Schaffen wird mit diversen Stipendien im In- und Ausland ausgezeichnet.

Das durchgängige Thema der Arbeit von Rainer Fest ist die Veranschaulichung, dass die Erscheinungsform der Dinge auf einer dualen Ebene stattfindet, sich aber hinter dieser Erscheinungsform eine alles einschließende Einheit verbirgt.

Rainer Fest geht es nicht um bloße Ästhetik, sondern immer um eine philosophische Weltsicht, die sich dem aufmerksamen Betrachter wie von selbst vermittelt. Dem Wasser kommt dabei vorrangige Bedeutung zu. „Verbindung“ ist der zentrale Begriff, um den seine Kunst kreist.

Er arbeitet mit dem vordergründig Nichtvereinbaren, und er sucht nach den Räumen zwischen den Gegensätzen, nach der Darstellung des Nicht-Sichtbaren, nach der verborgenen Einheit, wie Negativ und Positiv, Materie und Geist, Diesseits und Jenseits, Leben und Tod.

Der Betrachter ist eingeladen, sich auf die Spur der Elemente zu begeben und sie in Zusammenhängen zu erleben, die heutzutage meistenteils ausgeblendet werden.

DIE KÜNSTLER | Richard Klein-Hollerbach, Bretzfeld

Richard Klein Hollerbach

 

Wasser hat Richard Klein-Hollerbach schon immer fasziniert. Nach dem Studium der Chemie und Biologie in München und Freiburg, promoviert Richard Klein-Hollerbach im Fach Biologie. Seit 1995 ist er künstlerisch tätig. Es entstehen fotografische Arbeiten, Wasserobjekte und künstlerische Installationen.

Richard Klein-Hollerbach lebt und arbeitet in Bretzfeld.

Wasser ist das Subjekt der Kunst von Richard Klein-Hollerbach. Die wichtigste Inspirationsquelle ist für ihn Wasser in seiner natürlichen Umgebung. In seinen Arbeiten bringt er wesenhafte Aspekte des Wassers zum Ausdruck und macht Wasser für alle Sinne erlebbar. Er konstruiert spezielle Installationen, in welchen dem fließenden Wasser Bewegungsformen ermöglicht werden, die diesem eigen sind.

In der direkten Begegnung mit dem Wasser entstehen fotografische Nahaufnahmen in der freien Natur, teilweise durch eigene Gestaltungen verändert, offenbaren sie unerwartete Einblicke in die geheimnisvolle Welt des Wassers.

DIE KÜNSTLER | Roman Woerndl, Berg

Roman Woerndl

 

Roman Woerndl, geboren 1957 in Prien am Chiemsee, studiert ab 1986 Architektur an der Fachhochschule Rosenheim. Ab 1986 arbeitet er freischaffend als Bildhauer in München. 2010/11 und 2012/13 ist er Artist in Residence in Jogjakarta, Indonesien. Roman Woerndl lebt und arbeitet in Berg am Starnberger See.

 

Die Skulpturen von Roman Woerndl zeichnen oft einen Spannungsbogen zur Landschaft, in der sie entstanden: die Hügel am Ostufer des Starnberger Sees. So scheinen sie die Landschaft durch klare geometrische Linien zu ordnen. Dem Betrachter wird dadurch bewusst, dass unser Blick auf die Natur kein „natürlicher“, sondern ein kulturell geprägter Blick ist.

Die Installationen und Videoarbeiten von Roman Woerndl sind Ausdruck theoretischer Auseinandersetzungen des Künstlers, beispielsweise über die Selbstüberschätzung des Menschen.

Der Künstler präsentiert in Wunsiedel zwei Videoinstallationen, sowie ein kinetisches Objekt.

Schulpartnerschaft wird auch im Rahmen der „Wasserspiele“ gepflegt

Schülerinnen und Schüler des Luisenburg Gymnasiums Wunsiedel besuchten am 17. Mai die Partnerstadt Ostrov. Das Blasorchester des LuGy gab dabei im Rahmen des Ostrover Frühlingsfestes einen Einblick in sein musikalisches Können unter der Leitung von Studienrat Christian Metz. Im Mittelpunkt des Ausflugs der Wunsiedler Schüler stand jedoch ein Treffen mit Schüler des Gymnàzium Ostrov. Zwischen den beiden Gymnasien besteht seit 1990 eine Schulpartnerschaft.

Das Rahmenprogramm ließ keine Zeit für Langeweile aufkommen. Gleich im Anschluss an das Mittagessen im Gymnàzium Ostrov erhielt die Gruppe eine Schlossführung im neu renovierten Ostrover Schloss. Die Jugendlichen erhielten zunächst die Gelegenheit, sich auch von der Musikalität der örtlichen Musikschule zu überzeugen. Frau Zuzanna Železná, die Frau des Ostrover Bürgermeisters, führte anschließend durch das Schlossgebäude. Die Schüler erfuhren Interessantes über die wechselhafte Geschichte der Wunsiedler Partnerstadt.

Höhepunkte waren eine Audienz beim Bürgermeister der Stadt Ostrov und der Besuch der Schatzkammer mit der berühmten, mit 44 Münzen und Medaillen des Adelsgeschlechts Schlik besetzten Schatztruhe.

Dieser Besuch ist Teil des Rahmenprogramms zu den Wunsiedler Wasserspielen 2018. Hierbei wird gezielt die Begegnung junger Menschen aus den Partnerstädten Wunsiedel und Ostrov gefördert. Insgesamt sind sieben Besuchsfahrten geplant. Finanziell unterstützt wird dieser internationale Programmteil der Wasserspiele durch die EUREGIO EGRENIS. Bereits am 12. Mai, zum Tag der Städtebauförderung war ein Schülergruppe aus Ostrov in Wunsiedel. Die nächste Begegnung findet am 7. Juni statt. Eine Gruppe des Gymnàzium Ostrov erhält in Wunsiedel ein Brunnenführung und nimmt an einem Mosaikworkshop zum Thema Wasser teil.

Schüler des Luisenburg Gymnasiums Wunsiedel in Ostrov
Audienz beim Ostrover Bürgermeister

Die KÜNSTLER | Jeff Beer, Gumpen

Jeff Beer (Foto: Wolfgang Zielonkowski)

 

Jeff Beer, geboren 1952 in Mitterteich in der Oberpfalz studiert ab 1971 Komposition, Schlaginstrumente und Klavier an der Hochschule für Musik in Würzburg. Nach Staatsexamen und Meisterklassendiplom zieht es ihn zu Studienaufenthalten nach Paris und New York. Jeff Beers Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter ein Doppelstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, der Bayerische Staatspreis für Musik und Bildende Kunst und der Preis der Xaver-Fuhr-Stiftung Regensburg für sein bisheriges künstlerisches Schaffen.

Zu Beginn stand bei Jeff Beer die Malerei. Die Musik folgte auf dem Fuße. Es erweiterte sich seine Ausdruckspalette und ließ ein selten komplexes, veritables Werk entstehen, das im Spannungsfeld von Musik, Malerei, Zeichnung, Holzschnitt, Fotografie, Skulptur und Sprache in kritischer Selbstbefragung das Musikalische und Bildnerische stets neu artikuliert und sich in meist zyklischen Werkkomplexen manifestiert. Das Spannende in Beers Mehrspartigkeit dürfte vor allem die Vielfalt der möglichen Lesarten sein, die gegenseitige Befruchtung der Arbeitsweisen und Strukturerfahrungen, vor allem der immer wieder andere, polymedial geschärfte Blick, der zu überraschenden Einblicken, erfrischenden Öffnungen, Querverbindungen und Erfahrungen führt.

Seit vielen Jahren setzt er sich intensiv mit dem Thema „Wasser“ auseinander. Sein Atelier liegt an der Waldnaab, wodurch er ein besonderes Verhältnis zu diesem Fluss entwickelt hat. Dies drückt sich in seinen Zeichnungen und Texten, vor allem aber in seiner Fotografie aus: Die kontinuierliche Beobachtung des unmittelbaren Lebens- und Wahrnehmungsraumes.