DIE KÜNSTLER | Florian Meier, Creußen

Florian Meier

 

1990 in Weiden geboren, absolviert Florian Meier 2009 bis 2013 eine Ausbildung zum Produktdesigner in Selb. Er beginnt sein freies künstlerisches Schaffen. Nach einer Zwischenstation in Leipzig zieht er nach Creußen, wo er 2017 eine Schreinerlehre beginnt. Florian Meier lebt und arbeitet in Creußen.

Geprägt von der Graffitikunst, kombiniert er anfangs Buchstaben und Formen mit starken Kontrasten, besprüht Wände mit unverständlichen und kaum leserlichen Schriftzügen.

Ihm gefiel jedoch die Ästhetik von Form und Farbe, Dreck und Sauberkeit, schwarz und weiß. Auch wenn dies ein paar Jahre zurück liegt, ist seine Liebe zur Malerei geblieben. Verlagert haben sich die Prioritäten wie Aussage, Komposition und Farbwahl. Ob auf Leinwand oder Fassade, gibt er immer, was er hat: Rot, Blau und Gelb.

DIE KÜNSTLER | Ilse Dreher, Dreieich

Ilse Dreher

 

Ilse Dreher, geboren 1950 in Dreieichenhain, ist selbstständige Künstlerin, Fotografin, Designerin und Spieleautorin. Sie absolvierte eine Fotografenausbildung sowie die Fotoschule Hamburg Rotherbaum und studierte an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach/Main. Ilse Dreher lebt und arbeitet in Dreieichenhain.

 

Seit Anfang der 1990er Jahre beschäftigt sich Ilse Dreher mit dem Thema Wasser. Die verschiedenen Aggregatszustände spiegeln sich genauso in der Kunst von Ilse Dreher wider wie die unterschiedlichen Lichtstimmungen, die Wasser aufnehmen kann. Was sie primär antreibt, ist das Fluide, das nicht Festgelegte, das Fließende, sich ständig Verändernde, Changierende. Daher die Auseinandersetzung mit Luft, Wasser, Licht und Erde. Es ist das Archaische und das Anarchische, was sie daran anzieht.

Die Künstlerin spielt und lässt spielen. Ob großformatige Fotografien, Materialcollagen oder Installationen in der Natur, sie bedient sich mit dem, was sie zum Ausdruck braucht. In Wunsiedel zeigt sie zwei Installationen.

DIE KÜNSTLER | Gilbert Geister, Köln

Gilbert Geister

 

Gilbert Geister, geboren 1973 in Bochum, studiert 1996 bis 2000 Freie Kunst an der Hochschule der Künste in Berlin. Es folgen Lehraufträge für Malerei an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum und an der Alanus Hochschule in Alfter. 2014 wurde er mit dem Kunstpreis des Bundes Deutscher Architekten Dortmund ausgezeichnet.

Gilbert Geister lebt und arbeitet in Köln.

Zunächst befasst sich Gilbert Geister mit gegenständlicher Malerei und Zeichnung, vor allem Porträtdarstellungen. Das traditionelle Tafelbild erfährt jedoch zunehmend Eingriffe durch motivische Auslassungen, Herausschneiden von Teilen des Bildträgers oder durch Einfügen von LEDs, Leuchtstoffsystemen und kinetischen Elementen.

Der Bezug zur Malerei bleibt auch in Aktionen wie Hubschraubermalerei, Maschinenmalerei oder Ballonzeichnungen, die, wie auch andere raumgreifende Außeninstallationen, unter Einbeziehung zum Teil selbstgebauter Maschinensysteme entstehen.

In Partizipationsprojekten bezieht er die zur Beteiligung eingeladenen Betrachter direkt in seine Arbeiten mit ein, wie bei seiner Grasnarbenschleuder, dem Liniengenerator und der Seilbahn.

DIE KÜNSTLER | Korbinian Huber, Duggendorf

Korbinian Huber

1965 in Freising geboren, absolviert Korbinian Huber zunächst eine Steinmetzlehre, bevor er von 1990 bis 1996 an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg Bildhauerei studiert. 1993 erhält er den Kunstförderpreis des Landkreises Freising. Er nimmt an verschiedenen Kunstsymposien im In- und Ausland teil. Korbinian Huber lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Duggendorf.

 

Korbinian Hubers Holzskulpturen sind vierdimensional angelegt. Der Bildhauer durchbricht mit seinen Arbeiten das Schema einer starren Figürlichkeit und schafft seine eigene phantastisch-bewegte, poetische Alltagswelt. Aus einer ironischen Distanz heraus und mit lächelndem Blick gelingt diesem Künstler der Griff ins volle Leben. Seine unkonventionellen, teils filigranen, teils groben Skulpturen zeugen von einem leidenschaftlichen, sehr erfinderischen und immer professionellen Umgang mit dem Material Holz.

Für Wunsiedel schafft er eine Installation, die „tiefe Einblicke“ in den Wunsiedler Eisweiher eröffnet. Der Wasserspiegel, eines stehenden Gewässers, oder auch des Meeres, ist eine naturgegebene geometrische Ebene, Uridee der Zweidimensionalität. Diese bedingungslose Fläche, welche schon immer als Grundmaß aller Bauvorhaben verwendet wurde, in Frage zu stellen, ist für Korbinian Huber ein reizvolles Spiel.

DIE KÜNSTLER | Michael Mordo

Michael Mordo

 

Michael Mordo, geboren 1961 in Stuttgart, ist bildender Künstler und Musiker. Seine künstlerische Ausbildung beginnt im Fach Marionettenbau bei dem Puppenspieler Albrecht Roser. 1982 – 1988 absolviert er ein Bildhauerstudium an der staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Zusätzlich unternimmt autodidaktische Studien Jazz seit frühester Jugend.

Als Dozent im Studiengang Figurentheater an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart unterrichtet er Bildnerisches Gestalten und Figurenbau. Seine Werke (Malerei, Skulpturen, Theaterfiguren) präsentiert er in Ausstellungen seit 1985.

Seit 2014 setzt sich Michael Mordo  mit der Tropfenbild-Technik nach Ruth Kübler auseinander. Es handelt sich dabei um eine Methode, die die Strukturierungen innerhalb von getrockneten Wassertropfen sichtbar macht. Über viele Jahre hinweg hat der Künstler diese Methode für sich modifiziert und seinen Bedürfnissen angepasst. Mordo baut zu diesem Zweck auch spezielle Mikroskope und Vorrichtungen selbst.

Durch sein Vermögen, sensibel mit spezifischen Formungen auf alles zu reagieren, spiegelt Wasser jeglichen Einfluss. Im Tropfenbild ist kein eigentliches Wasser mehr zu sehen, lediglich die Trockenrückstände, angeordnet gemäß seiner im Moment des Auftropfens und während des Trocknungsvorganges innewohnenden Dynamik.

Der Fokus liegt dabei beim ästhetischen Wert der Bilder, die der Künstler in ihrem Detailreichtum in all ihren graphisch/malerischen Feinheiten festzuhalten versucht. Für die „Wunsiedler Wasserspiele“ will der Künstler auch die Struktur heimischer Gewässer mit dieser Technik sichtbar machen.

DIE KÜNSTLER | Feng Lu, Berlin

Feng Lu

 

Feng Lu wurde 1979 in Harbin in der Volksrepublik China geboren. Zwischen 1995 und 2007 studiert er die bildenden Künste in Harbin/China, Berlin, Mainz und Halle. Sein Studium an der Universität der Künste Berlin schließt er mit besonderem künstlerischen Erfolg ab. Feng Lu lebt und arbeitet in Berlin.

 

 

Kontextverschiebungen, Metamorphosen, Bedeutungstransfers sind Feng Lus Metier. Kaum ein Thema der Gesellschaft lässt er aus und nimmt das menschliche Agieren in den Zerrspiegel seiner bitterbösen Ironie. Feng Lu schafft keine Narrationen, sondern verbindet Fragmente von Situationen, Erinnerungen und Weltgeschehen zu einem kritischen Blick auf Gesellschaft und Mensch.

Witzig und bunt, verspielt und frivol kommen seine Arbeiten in der handwerklichen Perfektion figürlicher Plastiken daher. Dabei bedient er sich an allerlei Motiven und Bildern, die nicht abstrakt, sondern zumeist in mehreren Deutungsmöglichkeiten verwendet werden. Widersprüche kombiniert er zu einer selbstverständlich erscheinenden Einheit und hebelt dafür die Naturwissenschaft aus, indem er Dimensionen verkehrt oder merkwürdige Wesen klont.

Feng Lu ist sowohl Maler als auch Bildhauer und verbindet die beiden Disziplinen auf geniale Weise in seinen Plastiken, die er aus Ton und Epoxidharz anfertigt.

Der Regenbogen zum Auftakt der Wunsiedler Wasserspiele

Zum Auftakt der Wunsiedler Wasserspiele standen wir bei strahlendem Sonnenschein im strömenden Regen…

Bild: Alexander Stöhr

Ein doppelter Regenbogen leuchtete mehr als zwei Stunden über unserer kleinen, aber guten, lichten Stadt.

Foto: Nine Riedel

Und sobald die Sonne unterging, endete auch der Regen…

Bild: Christine Wunsiedler

Herzlicher Dank an Alle, die diesen Abend möglich gemacht haben!

Und herzlicher Dank an Alexander Stöhr, Nine Riedel, Christine Wunsiedler und Ulrike Schelter-Baudach für die Bilder vom Regenbogen!

Bild: Ulrike Schelter-Baudach

 

DIE KÜNSTLER | Matthias Berthold, Hamburg

Matthias Berthold

 

Matthias Berthold, geboren 1964 in Lübeck, studierte Ethnologie und Illustration in Hamburg. Seit 1992 bildender Künstler, erhielt er 1996 den Förderpreis der Robert Bosch GmbH und war Gastkünstler unter anderem in Irland und Island. Von 2005 an intensiviert er seine künstlerische Tätigkeit im öffentlichen Raum. Seit 2007 entwickelt er in Zusammenarbeit mit Andreas Schön partizipative Kunstprojekte.

 

Mit sozialkritischem Blick verwirklicht der Künstler seine Kunstprojekte und Aktionen. Dabei legt er Wert darauf, dass zeitgenössische und moderne Kunst soziale Gräben schließt, anstatt sie weiter zu vertiefen.

Das Entstehen von positiven Verbindungen wird gezielt gefördert – zwischen Menschen, Gruppen, Orten und Kunst. Indem Bertholds Kunst für alle Menschen gleichermaßen da ist und wirkt, kann Kunst konkrete soziale Aufgaben erfüllen.

Lebendigkeit und Veränderlichkeit sind Aspekte seiner Kunstwerke, die Orten damit eine menschliche Dimension verleihen. Seinen Anweisungen, wie er sie auch für die Wunsiedler Wasserspiele entwickelt hat, kann man sich, zumindest gedanklich, kaum entziehen.